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Hochzeitsreportage: Julia, Ricko und das Riesenrad

Hochzeitsreportage: Julia, Ricko und das Riesenrad

Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie unser Blog schrittweise wächst…
Unsere Brautinterviews sind mittlerweile bei unseren Leserinnen sehr beliebt. Es macht ja auch wahnsinnig Spaß – egal ob Braut oder nicht Braut – sich in die Vorbereitungen von zukünftigen Bräuten hineinzudenken und für einen kurzen Moment daran teilzuhaben. Als ich auf der Suche nach neuen Bräuten für die Interviews auf Instagram unterwegs war, schrieb mich Julia an. Sie fragte, ob sie auch als frischgebackene Braut teilnehmen darf. Warum eigentlich nicht?

 

Als ich dann kurze Zeit später Julias Geschichte und die vielen schönen Bilder bekam, war mir sofort klar, dass es viel zu schade ist, den Fokus auf das Brautinterview zu legen. Kurzerhand entschied ich mich um, schickte Julia noch ein paar Fragen hinterher und schon war die neue Blogkategorie “Hochzeitsreportagen” geschaffen.

 

Umso mehr freue ich mich, dass wir heute mit der Geschichte rund um Julia’s Traumhochzeit starten können. Als ich ihre Geschichte zum ersten Mal lesen durfte, fühlte ich mich direkt, als wäre ich als unsichtbarer Gast an Julia’s großem Tag und beim “After-Wedding-Shooting” in Barcelona dabei gewesen. Am Ende des Beitrags findet ihr auch noch Julias Antworten auf unser eigentliches Brautinterview, die ich euch nicht vorenthalten will.

 

Genug verraten! Ich wünsche euch jetzt viel Spaß beim Lesen und Träumen von Julia’s Hochzeit,

Ein paar Fragen & Antworten zur Hochzeit:

Das Brautpaar: Julia & Ricko
Wohnort des Brautpaares: Südpfalz
Datum eurer Hochzeit: 10. Juni 2017
Standesamt und/oder Kirche: Standesamt
Planungszeit in Monaten: 22
Location der Trauung: kleiner Saal der Jugendstilfesthalle, Landau in der Pfalz
Location der Feier: Schmieders, Deidesheim
Budget der Hochzeit: über Geld spricht man nicht ;·)
Hochzeitsgäste: 75
Hochzeitsreise: Barcelona

Die Dienstleister der Hochzeit:

Fotograf: Thomas Lerch
Brautkleid-Designer/-Marke: Avinia Eigenmarke
Haare & Make-Up Hochzeit: Emma Teichrieb
Haare & Make-Up Barcelona: Teresa Snowball
Torte: Cafe Oswald, Landau in der Pfalz
Band: Unplugged
Blumen: Blattgold, Landau in der Pfalz
Ringe: Juwelier Aydt, Bruchsal von Gerstner Trauringe

Julia’s Hochzeitsgeschichte:

Ich bin Julia, 28 Jahre alt und seit dem 10. Juni 2017 glückliche Ehefrau meines besten Freundes. Mein Mann und ich kommen aus der wunderschönen Südpfalz. Wir kennen und seit nunmehr 12 Jahren und haben uns nach 10 Jahren den Traum der Hochzeit erfüllt und uns vergangenen Sommer das Ja-Wort gegeben. Schön, dass du hier vorbei schaust und dich für unsere Geschichte interessierst. Danke dafür.

Die Überschrift unserer Geschichte könnte „Wenn aus Freundschaft, Liebe wird…“ lauten. Das tut sie aber nicht. Würde es doch bedeuten, dass die Freundschaft der Liebe weichen musste. Dem ist nicht so. Mein Mann ist nach wie vor mein bester Freund. Vor 10 Jahren kam zur Freundschaft die Liebe dazu und nach 8 Jahren Beziehung fiel die Frage aller Fragen und damit der Startschuss der Hochzeitsplanung. Mein Mann fragte mich, ob ich ihn heiraten wolle, in Barcelona. Auf einem Berg. Auf einem Riesenrad. Bei Sonnenuntergang. Mit Blick über eine wundervolle Stadt und das weite Meer. Bei Feuerwerk….ok, ich gebe zu, das Feuerwerk war zufällig da. Aber es hat gepasst. Der Moment war einfach perfekt, unvergesslich und wunderschön. Welche Bedeutung dieser Antrag und dieses Riesenrad noch bekommen mag und dass dieses mittlerweile nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken ist, hat zu dem Zeitpunkt noch niemand geahnt.

Kaum zurück aus Barcelona, stürzten wir uns direkt in die Planung. Uns war wichtig, dass wir einen roten Faden haben, der sich durch die Hochzeit zieht, dass alles aufeinander aufbaut und zusammen passt. Den roten Faden haben wir sozusagen Kupfer gefärbt und uns zudem für ein gemeinsames Logo entschieden. In unserem Fall sind es nicht die Initialien, sondern das Riesenrad. Das Riesenrad als Symbol unserer ganz persönlichen Lovestory. Dieses hat sich letztendlich durch die gesamte Papeterie, über Dekoelemente und Programmpunkte bis hin zu den Geschenken gezogen. Doch dabei blieb es nicht…

Da wir uns dafür entschieden haben, dass wir unsere Gäste am Tag der Hochzeit nicht alleine lassen möchten, um Fotos zu machen, haben wir uns dazu entschlossen ein “After-Wedding-Shooting“ zu machen. Stellte sich nur die Frage, wo? Zu diesem Zeitpunkt stand auch das Ziel unserer Hochzeitsreise noch nicht fest. Es sollte nichts Großes sein, das gab das Budget nicht mehr her und die typischen Strandurlauber sind wir sowieso nicht. So dauerte es nicht all zu lange bis die Idee gereift war, das After-Wedding-Shooting mit der Hochzeitsreise zu verbinden. Und was lag da näher, als zurück nach Barcelona zu reisen? Mit Brautkleid und Anzug in unsere Stadt, auf das Riesenrad, dorthin zurück, wo die Reise begonnen hat. Diese Vorstellung hat uns gefallen und da unser Fotograf auch direkt zugesagt hatte, buchten wir die Flüge und damit stieg die Vorfreude. Nachdem wir eine schöne Unterkunft gefunden hatten, machte ich mich auf die Suche nach einer passenden Stylisten. Natürlich nicht ganz einfach, musste ich mich doch auf Erfahrungen anderer verlassen. Einige E-Mails später war sie gefunden und im Nachhinein muss ich sagen, war es genau die Richtige.

So kam es, dass wir eine Woche nach unserer Hochzeit mit Bikini und Badehose im Köfferchen, dem Kleid und dem Anzug unter dem Arm und dem Brautstrauß in der Hand am Gate standen. Zuvor hatte ich mir schon ausgemalt was wir machen würden, wenn wir das Kleid nicht als Handgepäck mit ins Flugzeug nehmen dürfen. Das Kleid in einen Koffer zu stecken kam für mich nicht in Frage. Zu groß waren die Bedenken, mein geliebtes Kleid aus den Augen zu lassen. Im Notfall, hätte ich das Kleid angezogen.

Doch es kam anders. Es gab keinerlei Probleme, das Kleid im Handgepäck mitzunehmen, wahrscheinlich machen die Airlines in solchen Fällen auch mal eine Ausnahme. Der Brautstrauß wurde allerdings zum Problem. Damit alles ein einheitliches Bild ergibt, habe ich meinen Brautstrauß von der Hochzeit nochmal anfertigen lassen und von Deutschland aus mitgenommen. So war zumindest mein Plan…die Herrschaften an der Sicherheitskontrolle sahen meinen Brautstrauß jedoch als mögliche Gefahr an und wollten mir die Mitnahme zunächst verwehren. Nachdem wir den Sicherheitsbeamten unsere Situation geschildert hatten, entführten sie meinen Strauß, untersuchten ihn sowohl auf Sprengstoff als auch auf Rauschmittel und gewährten mir dann doch die Mitnahme.

Der Reise und unserem Shooting stand also nichts mehr im Wege. Angekommen in Barcelona bezogen wir unsere Wohnung und gingen das Shooting des folgenden Tages gedanklich nochmal durch. Dann war es soweit. Wie auch am Hochzeitsmorgen kam in der Früh meine Stylistin und machte mich entsprechend der Vorlage unserer Hochzeitsbilder fertig. Dann half mir mein Mann in mein Kleid, legte mir den Schmuck an und es konnte losgehen. Ich kann wirklich jedem empfehlen, darüber nachzudenken auch ein solches After-Wedding-Shooting zu machen. Am Tag der Hochzeit fehlt doch oftmals die Zeit und es war ein wunderschönes Gefühl, das Kleid nochmal tragen zu können. Außerdem hat man so die Möglichkeit einen Platz zu wählen, mit dem man was verbindet und nicht einen, der gerade gut zu erreichen ist. Bei 35°C liefen wir also als Brautpaar, begleitet durch zwei Fotografen, viel Applaus und zahlreichen Glückwünschen durch Barcelona. Ein sehr anstrengender aber unvergesslich schöner Tag an den wir uns sehr gerne zurück erinnern.

Nachdem die Bilder im Kasten waren, reisten unsere Fotografen wieder ab, während wir uns noch eine weitere Woche von den Eindrücken erholten und die Stadt mit dem Roller unsicher gemacht haben. Zum Abschluss dieser wundervollen Reise und irgendwie auch zum Abschluss der einzigartigen Zeit rund um die Hochzeit, die wir beide wirklich sehr genossen haben und niemals vergessen wollen haben wir uns ganz spontan dazu entschlossen, noch ein kleines Souvenir mit nach Hause zu nehmen…unser beider erstes Tattoo. Das Riesenrad. Für uns zum Einen als Erinnerung an diese aufregende Zeit, als Symbol für unsere Liebe zueinander und zum Anderen auch als Zeichen für den Lauf des Lebens. Das Leben dreht sich, wie das Rad immer weiter, während immer wieder Leute ein- und aussteigen. Einige wunderbare Menschen bleiben jedoch und teilen die wilde Fahrt mit seinen Höhen und Tiefen, bis man selbst das Rad verlässt.

Die Interviewfragen an Julia:

Gab es ein Motto für eure Hochzeit, ein spezielles Dekothema oder –farben?
Nein, ein bestimmtes Motto oder Thema haben wir uns nicht vorgenommen. Unser Motto war, dass die Hochzeit zu unserem ganz persönlichen Fest wird. Dass die Hochzeit uns, unsere Liebe zueinander aber auch unsere Persönlichkeit widerspiegelt. Daraus ergab sich unbewusst eine ganz natürliche, sommerliche Hochzeit mit Kupferelementen im “Rustic-Chic“-Stil mit dem ein oder anderen Riesenrad ;·)

Warst du eine Bridechiller oder Bridezilla?
Ich würde behaupten, dass ich mich zurückblickend eher zu der Kategorie „Bridechiller“ zählen kann.
Unsere Planung lief ziemlich entspannt und ohne größere Zwischenfälle. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass wir uns dafür fast 2 Jahre Zeit genommen haben. Dadurch hatten wir außerdem die Möglichkeit, die Vorbereitungszeit und die Vorfreude ganz bewusst zu genießen. Wir waren uns eigentlich immer schnell einig in unseren Entscheidungen und hatten von Anfang an die gleichen Vorstellungen, was unser Fest anging. Unsere Planung lief eigentlich von allein, so kam es vom Einem zum Anderen, bis das große Ganze entstanden ist. Man kann sich das so vorstellen: am Anfang lag da ein einzelner Legostein, zu dem sich nach und nach immer mehr gesellt haben, bis am Ende ein wunderschönes, stabiles Gebilde mit der Hilfe von wunderbaren Dienstleister entstanden ist.

Das darf bei deiner Hochzeit auf keinen Fall fehlen…
Musik darf nicht fehlen. Musik transportiert Emotionen, und die dürfen an so einem Tag natürlich nicht fehlen. Für uns spielt Musik eine große Rolle in unserem Leben. Wir lieben es zum Beispiel gemeinsam auf Konzerte zu gehen. Deshalb stand für uns schnell fest, dass es eine Liveband sein muss, da wir „handgemachte“ Musik einfach sehr mögen, aber das ist natürlich Geschmacksache.

Dein ultimativer Tipp an andere Bräute…
Erzählt eure eigene Lovestory. Feiert so wir ihr es möchtet und lasst euch in eurer Planung nicht von anderen reinreden. Ladet die Gäste ein, die ihr wollt und nicht diejenigen dir ihr solltet weil es sich so gehört. Genießt die Vorbereitung und stresst euch nicht. Es ist euer Fest und ihr müsst niemandem etwas beweisen oder recht machen. Nur weil es zum Beispiel gerade angesagt ist, eine Candybar oder eine Fotobox aufzustellen, müsst ihr dem nicht folgen. Entscheidet für euch und nicht danach was andere erwarten ;·) Und das wichtigste: Genießt es! Lasst euch treiben, feiert eure Liebe und denkt nicht an den nächsten Tag….der kommt leider von ganz allein :·)

Wo hast du deine Inspirationen her?
Ich habe mich eigentlich an der kompletten Palette bedient, die ja unendlich breit ist. Zu meinen Inspirationsquellen zählen sowohl Zeitschriften und Bloqs als auch Pinterest und Instagram. In Zeitschriften und auf Bloqs habe ich abends auf der Couch gestöbert. Mit Pinterest hatte ich die Möglichkeit meine Ideen und Vorstellungen wunderbar zu sammeln und via Instagram habe ich tolle Bekanntschaften gemacht und mich mit anderen Bräuten ausgetauscht.
Die Breite an Inspirationsquellen ist meiner Meinung nach Fluch und Segen zugleich. Die Masse an Möglichkeiten hat mich anfangs überfordert und einen gewissen Druck aufgebaut weil ich dachte, ich müsste alles Mögliche umsetzen. Davon muss man sich frei machen und sich bewusst machen, was man tatsächlich möchte und sich dann einige wenige Dinge für sich rauspicken.

Ihr findet Julia unter dem Namen _la_juliette bei Instagram.

Alle Fotos zu diesem Beitrag wurden von Thomas Lerch / tl-weddings.de erstellt.


 

Ihr wollt uns auch an eurer Hochzeitsgeschichte teilhaben lassen? Dann meldet euch gerne bei uns.

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