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Funkeln für die Ewigkeit: Interview zum Thema “Eheringe & Brautschmuck”

Funkeln für die Ewigkeit: Interview zum Thema “Eheringe & Brautschmuck”

Im Wonnemonat Mai hat sich dieses Mal bei unserer Hochzeitschallenge #meinhochzeitsweg alles um das Thema “Eheringe & Hochzeitsschmuck” gedreht. Die Eheringe haben für jedes Brautpaar eine große Bedeutung und sollen Ausdruck eurer ewigen Verbundenheit sein. Also kein Wunder, dass sich vor dem Kauf der Eheringe viele Fragen auftun. Grund genug für uns, uns einen echten Profi mit ins Boot zu holen. Die Rede ist von der lieben Sarah. Sie ist Goldschmiedemeisterin und hat sich die Zeit genommen, eure Fragen zu beantworten.  Bei der Challenge sind wirklich tolle Fragen von euch gestellt worden, also seid gespannt und genießt das Interview.


1. Weißt du, woher die Tradition der Trauringe kommt und was dahinter steckt?

Meines Wissens nach, gab es schon in der Antike Ringe, die die Verbindung zwischen Mann und Frau symbolisierten, meist aus Eisen geschmiedet und nur für die Frau gedacht. Eine Art Frühzeit – Verlobungsring, der übrigens auch links getragen wurde. Damals allerdings ein wesentlich unromantischerer Brauch als heute, da es sich zu dieser Zeit überwiegend um Zwangsheiraten handelte. Es war also mehr ein Symbol, welche Frau zu welchem Mann gehörte.

Im Laufe der Zeit hat die Kirche dann den Ringtausch als christliches Symbol für Treue und Bindung übernommen.

Da in den folgenden Jahrhunderten dann auch eine Ehe aus Liebe immer häufiger wurde (das klingt so bescheuert, aber so war es halt!), hat sich der Ringtausch als Symbol für ewige Liebe und als Versprechen zweier Menschen etabliert. Nun trug auch immer häufiger der Mann einen Ring und es wurde zwischen Verlobungsring und Ehering unterschieden.

Heutige Trauringe sind in der Regel aus einem Rohr gefertigt und haben keinen Anfang und kein Ende – wie die Liebe.

Übrigens: Heute tragen wir Deutschen unseren Ehering traditionell am rechten Ringfinger. Das war aber nicht immer so. In der Antike glaubte man, dass die „Vena Amoris“ („Liebes-Ader“) direkt vom linken Ringfinger zum Herzen führen würde. Warum sich das um das 17. Jahrhundert rum, bei uns geändert hat, kann ich leider nicht mit Bestimmtheit sagen… hier gibt es verschiedene Theorien zu.

2. Wir heiraten im Juli 2020. Ab wann sollten wir auf die Suche nach Eheringen gehen?

Das kommt ganz darauf an, wie unentschlossen Ihr seid.

In der Regel dauert es 4 – 6 Wochen bis Eure Ringe fertig sind, je nachdem was Ihr Euch ausgesucht habt. Es reicht also wenn Ihr euch ca. 2 Monate vor der Hochzeit um einen Termin kümmert.

Um schon mal einen kleinen Eindruck zu bekommen, was man alles machen kann und was Euch gefallen könnte, ist auf meiner Homepage (www.atelier-einschliff.de) ein Trauring –Konfigurator der Firma Fischer verlinkt. Hier könnt Ihr verschiedene Ringe zusammenstellen und bekommt auch direkt den Preis kalkuliert. Bestellen könnt Ihr sie allerdings nur über uns Fachhändler, damit eine ausführliche Beratung stattfinden kann

3. Bei relativ aufwendigem Kleid mit viel Spitze auch viel Schmuck oder eher dezenten Schmuck?

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt eine schlechte Verkäuferin bin: ich finde weniger ist manchmal mehr! Es ist bei vielen Kleidern ohnehin oft schwierig beispielsweise eine Kette zu tragen, weil der Ausschnitt recht hoch ist. Wenn man etwas auffälligeren Schmuck tragen möchte bin ich bei Bräuten ein Fan von größeren Ohrringen. Besonders wenn die Haare hochgesteckt sind, kommen diese schön zur Geltung. Hier kann man auch etwas „leichtes“ gestalten, was zur Spitze passt.

Funkeln für die Ewigkeit: Dienstleisterinterview zum Thema "Eheringe & Brautschmuck"4. Was ist das beste Material für langlebige Eheringe?

Wenn man bedenkt, dass schon die alten Ägypter Schmuck aus Gold gefertigt haben, und der immer noch „lebt“, kann man mit Goldringen sicher nichts falsch machen. Wobei ich Euch nicht dazu raten würde Feingold zu nehmen, da dieses sehr weich ist und schnell Kratzer und Macken bekommt. Natürlich gibt es noch härtere Materialien als Gold, wie z.B. Platin, aber das ist sicher kein muss, um auch noch bei der Goldhochzeit Freude an seinem Ring zu haben. Man sollte auf eine massive Machart achten, damit der Ring nicht gleich verbiegt sobald man etwas fester zupackt. In der Regel haben Trauringe eine Materialstärke von 1,5 – 1,8mm und sind aus 585/- oder 750/- Gold, damit seid Ihr gut bedient. Auf leichte Kratzer und kleine Macken müsst Ihr euch aber bei allen Materialien einstellen, das sind eben die Höhnen und Tiefen Eurer Ehe, die sich in den Trauringen widerspiegeln.

5. Hast du einen Tipp, wo man Eheringe selber machen kann?

Bei mir geht es leider nicht, da ich nur einen Werktisch habe und Ihr als Paar dann nicht gleichzeitig arbeitet könntet.

In der direkten Umgebung kenne ich leider keinen Goldschmied, der Kurse anbietet. Es gibt allerdings in Köln die „Hobbygoldschmiede“, die sich auf Trauringkurse spezialisiert haben. Leider habe ich da keine „Erfahrungsberichte“ zu.

6. Meine Uroma hat mir zwei unbehandelte Goldringe vererbt. Kann man die für einen Ehering einschmelzen?

Natürlich kann ich auch aus alten Erbstücken, neue Trauringe machen oder einen Teil der Ringe in den neuen Trauring einarbeiten. Ich bin mir hier allerdings nicht ganz sicher was mit „unbehandelten“ Goldringen gemeint ist!?  Es ist aber kein Problem mit solchen Erbstückchen mal zu mir in den Laden zu kommen und sich ganz unverbindlich beraten zu lasse. (Am liebsten mit Termin! )

7. Welche Möglichkeiten gibt es, einen Ring später ändern zu lassen? Kann man ihn kleiner oder größer machen, beispielsweise wegen einer Zu- oder Abnahme? Oder einen Diamanten hinzufügen oder entfernen? Ich liebe meinen Ring und freue mich schon so sehr, ihn bald zu tragen, mache mir aber viele Gedanken, weil er mich ja im besten Falle mein ganzes Leben begleiten soll.

Das kommt immer ein bisschen auf den Ring an. Wenn Du einen ganz schlichten Trauring hast (ohne Stein und aus einem Stück), dann kann man ihn ohne Probleme größer oder kleiner machen. Auch Steine kann man nachträglich noch einsetzen, z.B. zum Hochzeitstag oder zur Geburt eines Kindes. Wenn ein Stein im Ring ist muss er zum kleiner machen aufgesägt werden um ein Stück rauszunehmen oder beim größer machen ein Stück einzusetzen. Aber auch das ist kein großes Hexenwerk.

Schwieriger wird es bei Ringen die komplett mit Steinen ausgefasst sind. Hiervon rate ich meinen Brautpaaren meistens ab, die bessere Variante ist dann ein Ring der „nur“ zur Hälfte oder 2/3 ausgefasst ist. Dann ist unten noch ein Stück Ringschiene, in die man etwas einsetzten könnte.

02-08-005_Ringkissen_Birkenscheibe_d8. Was kannst du mir als ideale Pflege empfehlen, damit ich lange etwas von meinem Ring haben werde?

Ihr könnt zu Hause eigentlich nicht viel gegen die ganz normale Abnutzung Eurer Trauringe tuen. Wenn Ihr einen Ring haben wollt, der immer wie neu aussieht, dürft Ihr ihn nur im Kästchen aufbewahren und nie tragen…

Man kann allerdings bei der Auswahl der Ringe schon darauf achten, dass sie nicht so „empfindlich“ sind. Da geht es dann um die Auswahl des Materials und die Beschaffenheit der Oberfläche. Ein polierter Ring wird mit der Zeit (durch Kratzer etc.) immer matter, während eine Ring mit einer feinmatten Oberfläche immer glänzender wird. Hammerschlag oder einsmatte Oberflächen sind da z.B. unempfindlicher.

9. Sollten die Eheringe von Frau und Mann die selbe Farbe/das selbe Material haben? Hast du einen Tipp, wie man dabei trotzdem eine Verbindung schaffen kann?

Ich höre hier auch oft die Frage: „Müssen die beiden Ringe gleich sein?“

Ich stelle dann immer die Gegenfrage: „Seid Ihr denn gleich? Nee, oder? Und Ihr passt trotzdem zusammen!“

Mein Verlobter und ich haben auch unterschiedliche Farbgoldlegierungen gewählt.

Ich bin der Meinung, dass die Ringe zwar ein Symbol für Zusammengehörigkeit sind, aber immer individuell zum Träger passen müssen.

Man kann über viele verschiedene Parameter (Farbe, Oberfläche, Ringprofil, Gravur etc.) ein Ringpaar gestalten, bei dem jeder Ring individuell ist, aber dennoch zusammen passt.

10. Was sollte man ungefähr für einen hochwertigen Ehering aus Gelbgold, ohne Steine und recht schmal als Budget einplanen?

Die Frage ist immer etwas schwierig zu beantworten, da es verschiede Gelbgoldlegierungen gibt, „relativ schmal“ ein dehnbarer Begriff ist und die Ringgröße auch eine große Rolle spielt. Der (optisch) gleiche Ring wird in 333/- Gold viel günstiger sein als in 750/- Gold. Um hierfür mal ein Gefühl zu bekommen, kann man super den Fischer Konfigurator zu Rate ziehen, der auf meiner Homepage verlinkt ist.

Ich helfe aber auch gerne weiter wenn es darum geht, wie man den ein oder anderen Euro noch sparen kann!


Sarah und ihr Atelier Feinschliff findet ihr hier: www.atelier-feinschliff.de oder auf Instagram: @atelierfeinschliff

Falls ihr aus dem Bergischen Land seid, schaut doch mal in ihrem Atelier vorbei: atelier feinschliff – Wipperfürther Str. 128 – 51515 Kürten – Telefon:  02207 7053110

Ringkissen für eure Eheringe findet ihr in unserem Shop.

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